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Freelancer-Rechner 2026

Was bleibt vom Stundensatz wirklich übrig?

120 € pro Stunde klingt nach viel. Hier sehen Sie, was nach realistischer Auslastung, Krankenversicherung, Altersvorsorge und Steuern netto übrig bleibt.

Stundensatz und Arbeitszeit
€/h
h/Woche
Tage
Tage
Tage
€/Monat
Abrechenbarer Anteil der Arbeitszeit
%

Startwert 40 %. Laut Freelancer-Kompass 2026 arbeiten Freelancer im Schnitt 42 Stunden pro Woche und setzen 6.653 € im Monat bei 103 € Stundensatz um. Das sind rund 65 abgerechnete Stunden im Monat, also etwa 40 % der Arbeitszeit. Der Rest geht in Akquise, Angebote, Buchhaltung, Weiterbildung und Pausen zwischen Projekten.

Krankenversicherung und Altersvorsorge
%
%

GKV 2026: 14,6 % allgemeiner Satz mit Krankengeld plus Zusatzbeitrag (Durchschnitt 2,9 %), Pflege 3,6 %, ohne Kinder 4,2 %. Selbstständige zahlen alles allein, ohne Arbeitgeberanteil. Basis ist der Gewinn, mindestens 1.318,33 € und höchstens 5.812,50 € im Monat. 18,6 % Altersvorsorge entsprechen dem vollen Beitrag zur gesetzlichen Rentenversicherung.

Steuern

Einkommensteuer nach Grundtarif 2026 (ledig, Einzelveranlagung), Solidaritätszuschlag mit Freigrenze. Softwareentwickler sind meist Freiberufler ohne Gewerbesteuer. Bei Gewerbesteuer wird sie bis zum 4-fachen Messbetrag auf die Einkommensteuer angerechnet. Alle Beträge ohne Umsatzsteuer, die nur durchläuft.

Netto pro Monat

2.882 €

34.581 € im Jahr, nach Steuern, Versicherung und Altersvorsorge

Netto pro gearbeiteter Stunde

20,58 €

Statt 120 € Stundensatz. Gerechnet auf alle 1.680 Arbeitsstunden im Jahr, auch die nicht abrechenbaren.

Anteil vom Umsatz, der bleibt

43 %

Der Rest geht an Betriebsausgaben, Krankenkasse, Altersvorsorge und Finanzamt.

Wohin die Arbeitszeit geht

672 h abgerechnet1.008 h Akquise, Verwaltung, Weiterbildung, Leerlauf

Bei voller Auslastung an 210 Arbeitstagen wären es 201.600 € Umsatz. Realistisch sind es 80.640 €.

Rechenweg pro Jahr

Umsatz (672 abgerechnete Stunden)
80.640 €
− Betriebsausgaben (Technik, Software, Versicherungen, Büro)
9.396 €
= Gewinn
71.244 €
− Krankenversicherung (GKV)
12.206 €
− Pflegeversicherung
2.930 €
− Altersvorsorge (18,6 %)
13.251 €
− Einkommensteuer (zu versteuern: 43.309 €)
8.276 €
− Solidaritätszuschlag
0 €
= Netto
34.581 €

Eine Modellrechnung, keine Steuerberatung. Nicht enthalten sind Partner und Kinderfreibeträge, weitere Einkünfte, Rücklagen für Steuervorauszahlungen, Berufsunfähigkeits- und Haftpflichtversicherung als eigene Posten sowie Investitionen über mehrere Jahre. Die Betriebsausgaben von 783 € im Monat sind der Durchschnitt aus dem Freelancer-Kompass 2026.

Quellen: § 32a EStG (Tarif 2026), Solidaritätszuschlaggesetz, Beitragswerte der gesetzlichen Krankenversicherung 2026, Freelancer-Kompass 2026 von freelancermap (5.412 Befragte).

Und auf Kundenseite: Ist der günstigere Freelancer günstiger?

FAQ

Häufige Fragen zum Freelancer-Netto

Auslastung, Krankenversicherung, Altersvorsorge und Steuern 2026.

Weil Freelancer nicht nur Projektstunden arbeiten. Akquise, Angebote, Buchhaltung, Weiterbildung und Pausen zwischen Projekten bezahlt kein Kunde. Laut Freelancer-Kompass 2026 arbeiten Freelancer im Schnitt 42 Stunden pro Woche, setzen aber nur etwa 65 Stunden im Monat um. Knapp ein Viertel war im Vorjahr an weniger als 50 Tagen in Projekten. Wer dauerhaft ausgebucht ist, stellt den Wert höher ein.